Montag, 5. April 2010

Crazy

Donnerstag, 8. April 2010, 11.25 Uhr, Pro7

Mit 16 kommt der Halbseitenspastiker Benjamin Lebert auf ein Internat, wo er die Unterprima nachholen und das Abitur machen soll. Benni interessiert sich jedoch weniger für den Unterrichtsstoff, als für die Frage, was es bedeutet, erwachsen zu werden. Das wollen auch seine fünf Schulfreunde wissen. Deshalb klettern sie nachts heimlich in den Mädchentrakt und sehen sich im Ort eine Striptease-Show an ...
Die Episoden von "Crazy" bleiben im Standardrepertoire des "Coming-of-Age"-Genres. Allerdings wird auch gar nicht versucht, aus Bennis Erlebnissen etwas Bedeutendes zu machen. Dieses Unambitionierte gibt dem Film etwas Lakonisches und Selbstironisches.
Ausführliche Inhaltsangabe und Filmkritik

Originaltitel: Crazy - Regie: Hans-Christian Schmid - Drehbuch: Hans-Christian Schmid und Michael Gutmann, nach dem autobiografischen Roman "Crazy" von Benjamin Lebert - Kamera: Sonja Rom - Schnitt: Hansjörg Weißbrich - Musik: Kai Fischer und Christoph Kaiser - Darsteller: Robert Stadlober, Tom Schilling, Oona Devi Liebich, Julia Hummer, Dagmar Manzel, Burghart Klaußner u.a. - 2000; 95 Minuten

Polly Blue Eyes

Donnerstag, 8. Apri 2010, 3.00 Uhr, Arte

Als die 20-jährige Polly aus der Jugendhaft entlassen wird, möchte sie ein neues Leben beginnen und die Abnabelung von ihrer nichtsnutzigen Familie nachholen. Tatsächlich findet sie Arbeit in einem Burger-Restaurant und lernt einen Mann kennen, den sie für den Richtigen hält: einen Kriminalbeamten. Alles könnte gut werden, wenn da nicht der neue Freund ihrer Schwester wäre, der von seinen osteuropäischen Gläubigern unter Druck gesetzt wird ...
"Polly Blue Eyes" ist eine schräge, quirrlige Komödie mit vielen guten inhaltlichen und stilistischen Einfällen.
Ausführliche Inhaltsangabe und Filmkritik

Originaltitel: Polly Blue Eyes - Regie: Tomy Wigand - Drehbuch: Karin Laudenbach und Martin Rosefeldt, nach dem von Martin Rauhaus überarbeiteten Drehbuch "Die kleine Schwester" von Boris Naujoks - Kamera: Gernot Roll - Schnitt: Christian Nauheimer - Musik: Wolfgang Glum, Warner Poland - Darsteller: Susanne Bormann, Matthias Schweighöfer, Meret Becker, Ulrich Noethen, Maxi Warwel, Sebastian Ströbel, Jana Pallaske u.a. - 2005; 100 Minuten

Im Jahr des Drachen

Mittwoch, 7. April 2010, 23.00 Uhr, SWR

Ein rassistischer New Yorker Polizeicaptain beginnt einen fanatischen Krieg gegen ein chinesisches Verbrecherkartell in Chinatown. Dabei ist ihm jedes Mittel recht; sodass er sich zwar in seinen Zielen, aber nicht in seinen Methoden von den Kriminellen unterscheidet ...
Die Handlung von "Im Jahr des Drachen", einer Mischung aus Drogenthriller und Großstadtdrama, ist eher einfach strukturiert. Das Besondere an dieser Romanverfilmung ist die ambivalente Hauptfigur.
Ausführliche Inhaltsangabe und Filmkritik

Im Jahr des Drachen - Originaltitel: Year of the Dragon - Regie: Michael Cimino - Drehbuch: Oliver Stone und Michael Cimino, nach einem Roman "Year of Dragon" von Robert Daley - Kamera: Alex Thomson - Schnitt: Françoise Bonnot - Musik: David Mansfield (Gustav Mahler) - Darsteller: Mickey Rourke, John Lone, Ariane, Leonard Termo, Raymond J. Barry u.a. - 1985; 130 Minuten

Interview

Mittwoch, 7. April 2010, 22.45 Uhr, RBB

Eine Stunde muss der Reporter Pierre Peders warten, bis Katya, die Hauptdarstellerin einer Fernsehserie, zum vereinbarten Interview erscheint. Nach ein paar Minuten steht Katya auf und geht. Pierre ruft sich auf der Straße ein Taxi. Weil der Fahrer nur Augen für Katya hat, verursacht er einen Unfall, bei dem Pierre leicht verletzt wird. Katya nimmt ihn mit zu ihrem nahen Loft und gibt ihm einen Eisbeutel für seine blutende Stirn. Kann das Interview nun doch noch beginnen? ...
Die verwöhnte junge Hauptdarstellerin einer Fernsehserie und ein zynischer Reporter liefern sich in dem originellen Zwei-Personen-Kammerspiel "Interview" von Steve Buscemi einen witzigen verbalen Schlagabtausch.
Ausführliche Inhaltsangabe und Filmkritik

Originaltitel: Interview – Regie: Steve Buscemi – Drehbuch: Steve Buscemi und David Schechter nach einem Drehbuch von Theodor Holman – Kamera: Thomas Kist – Schnitt: Kate Williams – Musik: Evan Lurie – Darsteller: Steve Buscemi, Sienna Miller u.a. – 2007; 85 Minuten

Clockwise

Mittwoch, 7. April 2010, 20.15 Uhr, Das 4.
Donnerstag, 8. April 2010, 3.30 Uhr, Das 4.

Bei dem Schulrektor Mr Stimpson (John Cleese) handelt es sich um einen Pünktlichkeitsfanatiker. Als er zur Rektoren-Konferenz reisen und seine Antrittsrede als Vorsitzender der Vereinigung halten soll, bereitet er sich gewissenhaft vor, doch er steigt in den falschen Zug – und danach ist nichts mehr, wie es war: Seine Ehefrau sieht ihn im Auto einer Abiturientin; er stößt mit einem Streifenwagen zusammen, trägt eine Mönchskutte und wird von seiner Frau, der Polizei und den Eltern der Schülerin gesucht ...
Nach einem langweiligen Auftakt wird es in der Komödie "Clockwise. Recht so, Mr Stimpson" bzw. "Clockwise. In letzter Sekunde" turbulent, und es gibt viel Klamauk und Slapstick-Komik.

Recht so, Mr Stimpson / In letzter Sekunde – Originaltitel: Clockwise – Regie: Christopher Morahan – Drehbuch: Michael Frayn – Kamera: John Coquillon – Schnitt: Peter Boyle – Musik: George Fenton – Darsteller: John Cleese, Penny Leatherbarrow, Howard Lloyd-Lewis, Jonathan Bowater, Stephen Moore, Alison Steadman, Mark Burdis, Chip Sweeney, Sharon Maiden, Joan Hickson, Constance Chapman, Ann Way, Pat Keen, Geoffrey Hutchings u.a. – 1986; 90 Minuten

Vincent, François, Paul und die anderen

Mittwoch, 7. April 2010, 0.00 Uhr, SWR

Der Fabrikant Vincent, der Arzt François und der Schriftsteller Paul sind befreundet, aber als jeder von ihnen in eine Lebenskrise gerät, versuchen sie es voreinander zu verbergen. Am schlimmsten trifft es Vincent: Seine Frau betreibt die Scheidung, seine Geliebte beendet das Verhältnis, und mit seinem Unternehmen hat er sich durch den Kauf neuer Maschinen überschuldet ...
"Vincent, François, Paul und die anderen" ist eine unspektakuläre, aber nicht banale, melancholische, aber zugleich unterhaltsame Tragikomödie von Claude Sautet.
Ausführliche Inhaltsangabe und Filmkritik

Vincent, François, Paul und die anderen – Originaltitel: Vincent, François, Paul ... et les autres – Regie: Claude Sautet – Drehbuch: Jean-Loup Dabadie, Claude Néron und Claude Sautet, nach dem Roman "La Grande Marrade" von Claude Néron – Kamera: Jean Boffety – Schnitt: Jacqueline Thiédot – Philippe Sarde – Darsteller: Yves Montand, Michel Piccoli, Serge Reggiani, Gérard Depardieu, Stéphane Audran, Marie Dubois, Umberto Orsini, Ludmila Mikaël, Antonella Lualdi, Catherine Allégret, Betty Beckers, Yves Gabrielli, Jean Capel, Mohamed Galoul, Jacques Richard u.a. - 1974; 110 Minuten

Die fetten Jahre sind vorbei

Dienstag, 6. April 2010, 22.45 Uhr, RBB

Jule ist mit den Prämien ihrer Kfz-Versicherung in Verzug, als sie durch eine Unaufmerksamkeit die Luxuslimousine eines Villenbesitzers zu Schrott fährt. Wegen der immensen Schulden kann sie ihre Miete nicht mehr bezahlen und zieht zu ihrem Freund Peter und dessen Mitbewohner Jan, zwei jungen Männern, die nachts in Villen einsteigen, zwar nichts mitnehmen, aber Botschaften hinterlassen wie "Die fetten Jahre sind vorbei" ...
In "Die fetten Jahre sind vorbei" porträtiert Hans Weingartner die Achtundsechziger und die Linken der nachfolgenden Generation. Trotz einiger Längen und Dialoge mit plakativen Argumenten handelt es sich nicht um einen kopflastigen, sondern um einen unterhaltsamen Film.
Ausführliche Inhaltsangabe und Filmkritik

Originaltitel: Die fetten Jahre sind vorbei - Regie: Hans Weingartner - Drehbuch: Katharina Held und Hans Weingartner - Kamera: Daniela Knapp und Matthias Schellenberg - Schnitt: Dirk Oetelshoven und Andreas Wodraschke - Musik: Andreas Wodraschke - Darsteller: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Klaußner, Peer Martiny, Petra Zieser, Laura Schmidt, Sebastian Butz, Oliver Bröcker, Knut Berger, Hanns Zischler u.a. - 2004; 130 Minuten